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Rückschau zur 17. Jahrestagung der DEGUZ in Leipzig

Die 17. Jahrestagung der DEGUZ in Leipzig war ein voller Erfolg

 

Knochen und Regeneration im Kontext der Umwelt-ZahnMedizin


Die 17. Jahrestagung der DEGUZ (7.-9. Mai 2026) in Leipzig zeigte eindrucksvoll den Wandel der modernen Zahnmedizin hin zu einer biologisch orientierten, interdisziplinären und systemischen Medizin. Im Mittelpunkt standen Osteoimmunologie und -regeneration, verbunden mit erfolgreicher Praxisführung und digitalen Zukunftskonzepten. Renommierte Referentinnen und Referenten aus Praxis und Wissenschaft verdeutlichten dabei die Bedeutung systemischer Regulationskapazität mit der Mundgesundheit.
 

Tagungsauftakt: Prä-Kongress-Workshop mit Dr. Joseph Choukroun


Schon der Vortag der offiziellen 17. Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Umwelt-ZahnMedizin (DEGUZ) begann mit einem spannenden Kongressauftakt: Dr. Joseph Choukroun, der Entwickler des weltweit bekannten PRF-Konzepts (Platelet Rich Fibrin), widmete sich mit dem Programm zum Thema „Platelet Rich Fibrin A-PRF: the next generation“ den aktuellen Entwicklungen der autologen Blutkonzentrate und deren Bedeutung für die moderne Oralchirurgie, Regeneration und biologische Zahnmedizin. Dr. Choukroun spannte dabei einen Bogen von den Grundlagen der PRF-Herstellung bis hin zu neuesten klinischen Anwendungen und innovativen Weiterentwicklungen der vergangenen zwanzig Jahre.

Der Workshop bot den Teilnehmerinnen und Teilnehmern nicht nur einen aktuellen Überblick über den Stand der PRF-Forschung, sondern auch zahlreiche praktische Impulse für den klinischen Alltag. 
 

1. Kongresstag: Immunologie & Knochenregeneration
 

Am Freitag, den 8. Mai 2026, startete die 17. Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Umwelt-ZahnMedizin (DEGUZ) in Leipzig mit einem wissenschaftlich hochaktuellen Vortragsprogramm, das sich wie ein roter Faden um die zentralen Themen Osteoimmunologie, Regeneration und biologische Systemmedizin spannte. Bereits die ersten Beiträge machten deutlich, dass moderne Zahnmedizin heute weit über chirurgische Aspekte sowie Material- und Oberflächenforschung hinausgeht und zunehmend immunologische, entzündungsbiologische sowie systemische Zusammenhänge in den Fokus rückt.

Den Auftakt des Kongresstages gestaltete Dr. Kurt Müller mit einem umfassenden Überblick über die Grundlagen und Herausforderungen der Umweltzahnmedizin. Im Mittelpunkt seines Vortrags stand die Frage der Biokompatibilität alloplastischer Materialien, deren Einsatz in der Medizin und insbesondere in der Zahnmedizin in den vergangenen Jahrzehnten kontinuierlich zugenommen hat. Während sich für Materialien selbst vergleichsweise stabile Qualitäts- und Sicherheitsstandards definieren lassen, stellte Dr. Müller die erheblich komplexere Situation auf Seiten des Patienten heraus: Immunologische Voraussetzungen, individuelle Intoleranzen sowie Veränderungen in den Stress- und Regulationssysteme sind interindividuell äußerst variabel und unterlägen zudem lebenslangen Veränderungen.

Aus umweltmedizinischer Sicht müsse daher nicht nur die Materialverträglichkeit beurteilt werden, sondern ebenso die Mundgesundheit, individuelle Mechano- und Chemotoleranzen, umweltassoziierte Erkrankungen sowie die langfristige Nachhaltigkeit therapeutischer Maßnahmen. Besonderes Augenmerk legte Dr. Müller auf die Wechselwirkungen zwischen Stressreaktionen, immunologischer Regulation und dem biologischen Toleranzverhalten des Organismus. 

Im Anschluss vertiefte Dr. Volker von Baehr die immunologischen Grundlagen des Knochenmetabolismus. Es sind von ihrem Ursprung her Immunzellen, die den Knochen auf- und abbauen und es sind und Zytokine und Hormone (dazu gehört auch Vitamin D) die diese Prozesse der erfolgreichen Knochenheilung steuern. Eindrucksvoll zeigte er auf, warum regenerative Prozesse nur im Zusammenspiel beider Systeme erfolgreich ablaufen können.

Neben dem Zusammenhang zwischen Entzündung und gestörter Knochenheilung thematisierte Dr. von Baehr insbesondere die Bedeutung der Mikrobiom-Darm-Hirn-Achse sowie hormoneller Regulationsmechanismen für die Osteogenese. Darüber hinaus beleuchtete er den Einfluss essenzieller Mikronährstoffe wie Vitamine, Spurenelemente, Omega-3-Fettsäuren und osteogener Aminosäuren auf regenerative Prozesse. Auch toxische Metallbelastungen werden inzwischen als potenzielle Heilungshindernisse diskutiert. Aus seinen Aussagen leiten sich viele Möglichleiten der Prävention vor Zahnimplantationen oder auch Kiefer-OP´s ab. Diese Massnahmen müssen auf den Patienten zugeschnitten sein. Wenn alle Patienten vor OP den gleichen Mikronährstoff-Cocktail bekommen, dann ist das keine individuelle Medizin mehr. 

Einen weiteren Höhepunkt des Vormittags bildete der Vortrag von Dr. Elisa Choukroun zum Thema „Osteoimmunology 2.0: understanding inflammation and its applications in oral surgery“. Aufbauend auf den zuvor dargestellten Zusammenhängen verdeutlichte sie, dass das Immunsystem nicht nur die allgemeine Gesundheit kontrolliert, sondern maßgeblich den Knochenstoffwechsel reguliert. Chronische Entzündungen — sowohl lokal als auch systemisch — gelten demnach als zentrale Ursache vieler Komplikationen und Misserfolge in der Oralchirurgie.

Dr. Choukroun erläuterte, wie sich inflammatorische Belastungen heute mithilfe spezifischer Entzündungsindizes auch „chairside“ erfassen lassen und welche prognostische Bedeutung diese Werte für chirurgische Eingriffe besitzen. Es ist das Verständnis immunologischer Dysregulationen mit dem sich Komplikationen besser vorhersagen und therapeutische Ergebnisse optimieren lassen. Besonders deutlich wurde dabei der Paradigmenwechsel von einer rein osteologischen Betrachtungsweise hin zu einem osteoimmunologischen Verständnis regenerativer Prozesse.

Die Vorträge des Freitagvormittags machten eindrucksvoll sichtbar, wie stark moderne biologische Zahnmedizin inzwischen von immunologischen, entzündungsbiologischen und systemmedizinischen Konzepten geprägt wird. Gleichzeitig unterstrichen sie den interdisziplinären Charakter der DEGUZ-Tagung, die wissenschaftliche Grundlagenforschung, klinische Anwendung und präventive Ansätze eng miteinander verknüpfte.

Nach der Mittagspause wurde das wissenschaftliche Programm der DEGUZ-Jahrestagung mit einer Reihe praxisnaher und zugleich hochaktueller Vorträge fortgesetzt, die den Blick erneut auf die enge Verbindung zwischen Immunologie, Regeneration, Implantologie und modernen Praxiskonzepten richteten. 
 

Systemische Gesundheit
 

Dr. Thomas Franke aus Berlin widmete sich in seinem Vortrag dem bislang in der Praxis unterschätzten Einfluss systemischer Entzündungen und oxidativen Stresses auf den Langzeiterfolg dentaler Implantate. Während klassische implantologische Konzepte vor allem lokale Faktoren wie Knochenangebot, chirurgische Technik oder bakterielle Kontamination in den Vordergrund stellen, verdeutlichte Dr. Franke die zentrale Rolle systemischer biologischer Prozesse für Osseointegration und periimplantäre Stabilität.

Ausführlich erläuterte er die Entstehung oxidativen Stresses durch ein Ungleichgewicht zwischen reaktiven Sauerstoffspezies (ROS) und antioxidativen Regulationsmechanismen. Chronische Entzündungen, metabolische Erkrankungen oder mitochondriale Dysfunktionen könnten ebenso wie chirurgisches Trauma oder materialbedingte Immunreaktionen zu einer dauerhaften ROS-Belastung mit der Folge eines verstärkten Knochenabbaus führen

Besonders eindrucksvoll war seine Darstellung der zellulären Seneszenz als pathophysiologischer Schlüsselfaktor. Persistierender oxidativer Stress führe zu DNA-Schäden, Telomerverkürzung und einer chronischen proinflammatorischen Gewebeumgebung, dem sogenannten senescence-associated secretory phenotype (SASP). Diese Prozesse könnten langfristig zu chronischer Mikroinflammation, gestörter Knochenmatrixbildung und letztlich zu Implantatverlusten beitragen. Auch Titanpartikel wurden als mögliche Verstärker lokaler Immunreaktionen diskutiert. 

Anschließend präsentierte Dr. Johann Lechner aktuelle Erkenntnisse zur fettig-degenerativen Osteonekrose des Kieferknochens (FDOK) und deren möglicher Bedeutung für systemische Erkrankungen. Sein Vortrag machte deutlich, dass Kieferknochen und Immunsystem wechselseitig miteinander interagieren und pathologische Veränderungen im Knochenmark weitreichende immunologische und neurovegetative Auswirkungen besitzen können.

Im Fokus standen chronisch dysregulatorische Zytokinexpressionen wie RANTES, VEGF und anderer Wachstumsfaktoren, die in FDOK-Arealen nachweisbar seien und möglicherweise chronisch entzündliche Prozesse fördern könnten. Darüber hinaus erläuterte Dr. Lechner mögliche Zusammenhänge zwischen FDOK und neurovegetativen Dysregulationen des Herz-Kreislauf-Systems durch sympathikotones Axon-Sprouting peripherer Nervenstrukturen. 

Dr. Önder Solakoglu knüpfte mit seinem Vortrag „Das biologische Fenster: Wann ist der Organismus bereit für ein Implantat?“ an die zuvor diskutierten biologischen Grundlagen an und richtete den Fokus auf regenerative Konzepte in der Implantologie. Er stellte moderne Verfahren der gesteuerten Gewebe- und Knochenregeneration, Bone-Healing-Konzepte sowie biologisch orientierte Regenerationsstrategien vor. Im Mittelpunkt stand dabei die Frage, unter welchen systemischen und lokalen Voraussetzungen eine optimale Einheilung von Implantaten überhaupt möglich ist. Seine Ausführungen unterstrichen erneut den Paradigmenwechsel hin zu einer stärker biologisch und patientenindividuell ausgerichteten Implantologie.


Praxismanagement & Umwelt-ZahnMedizin − ein Erfolgsmodell


Neben den wissenschaftlichen Fachvorträgen griff das Nachmittagsprogramm auch praxisorganisatorische und kommunikative Themen auf. Andrea Stix stellte moderne Konzepte der digitalen Patientenführung vor und präsentierte innovative Ansätze zur langfristigen Patientenbindung und Gesundheitsbegleitung. Programme wie „28PRO“ oder das „Camlog Oral Health Program“ sollen Praxen dabei unterstützen, Patienten strukturiert durch Präventions- und Therapiekonzepte zu begleiten und gleichzeitig die Compliance nachhaltig zu verbessern.

Den Abschluss des Vortragblocks bildeten Gabriel Auer und Leon Staub mit einem praxisorientierten Beitrag zum Thema Online-Marketing für Zahnarztpraxen. Im Mittelpunkt standen Strategien zur digitalen Sichtbarkeit, darunter Suchmaschinenwerbung (SEA), organische Suchmaschinenoptimierung (SEO) sowie technische und inhaltliche Anforderungen moderner Praxiswebseiten. Anhand konkreter Beispiele zeigte er auf, wie Praxen ihre Online-Präsenz verbessern, neue Patienten gewinnen und digitale Kommunikationswege effizient nutzen können.

Der Freitagnachmittag verdeutlichte damit eindrucksvoll die große thematische Bandbreite der DEGUZ-Jahrestagung. Wissenschaftliche Grundlagenforschung, biologische Regenerationsmedizin, praktisch umgesetztes Systemdenken sowie moderne Praxisführung und Digitalisierung wurden miteinander verknüpft und spiegelten die zunehmende Interdisziplinarität moderner Zahnmedizin wider.


2. Kongresstag: Umwelt-ZahnMedizin in der täglichen Praxis


Der Samstag, 9. Mai 2026, stand im Rahmen der 17. DEGUZ-Jahrestagung ganz im Zeichen umweltzahnmedizinischer Konzepte im Praxisalltag. Es waren vor allem die Repräsentanten der DEGUZ-Arbeitsgruppen, die Themen wie moderne Praxisführung, interdisziplinärer Zusammenarbeit, Abrechnung, nachhaltige Zahntechnik sowie patientenzentrierte Präventionsstrategien in den Mittelpunkt rückten und dabei die Ergebnisse der DEGUZ-Arbeitsgruppen vorstellten. 

Dr. med. dent. Stefan Dietsche eröffnete den Kongresstag mit einem ebenso persönlichen wie praxisnahen Vortrag über erfolgreiche Praxisführung. Unter dem Titel „Kalender voll, Team stabil!“ zog er ein Resümee aus 26 Jahren zahnärztlicher Tätigkeit und verdeutlichte, dass langfristiger Praxiserfolg weit über fachliches Können hinausgeht. Entscheidende Faktoren seien eine ausgewogene Verbindung aus betriebswirtschaftlichem Denken, Teammotivation, themenbezogenes Marketing, strukturierter Patientenführung, professionellem Zeitmanagement sowie gegenseitiger Wertschätzung innerhalb des Teams. Sein Vortrag vermittelte eindrucksvoll, dass nachhaltige Praxisentwicklung immer auch eine Frage gelebter Unternehmenskultur ist.

Im Anschluss stellte Robbin Zielke die interdisziplinäre Zusammenarbeit als zentrales Zukunftsmodell moderner Medizin vor. Die Arbeitsgruppe Interdisziplinäre Umweltzahnmedizin (IZUM) hat vorgelegt. Es gib nun den DEGUZ-Podcast „silent danger“ der sich an Patienten aber auch interessierte Mediziner:innen richtet. Und es gibt Präsentationsmaterialien für die Patientenaufklärung und eine Patienten-Befundmappe, welche die Kommunikation zwischen Zahnarztpraxis und Haus- und fachärzten erleichtern soll. 

Einen wichtigen praxisrelevanten Schwerpunkt setzte anschließend Tanja Jacobs mit ihrem Beitrag zu den „Fallstricken und Chancen bei der Abrechnung umweltzahnmedizinischer Leistungen“. Vorgestellt wurden Ergebnisse der DEGUZ-Arbeitsgruppe „Abrechnung in der UmweltZahnmedizin“ sowie konkrete Fall- und Abrechnungsbeispiele die den Mitgliedern der DEGUZ zukünftig Kopfzerbrechen aber auch Ärger mit Patienten und Kostenträgern ersparen werden. Besonderes Augenmerk lag auf der Berücksichtigung der Materialwahl bei der Erstellung von Kostenvoranschlägen und der transparenten Kommunikation umweltmedizinischer Sonderleistungen gegenüber den Patienten.

Mit einem grundlegenden Blick auf die Rolle der Zahntechnik widmeten sich die Zahntechnikermeister Sascha Kipping und Hendrik Schnoor der Frage: „Definition Umwelt-ZahnTechnik – Was macht uns aus?“ In ihrem Vortrag reflektierten sie kritisch die Wahrnehmung des Begriffs Umwelt-Zahn-Technik und machte deutlich, dass zahntechnische Arbeit unmittelbaren Einfluss auf die Gesundheit des Patienten nimmt. Die Herstellung verträglichen Zahnersatzes erfordere daher ein hohes Maß an Verantwortung, Materialbewusstsein und interdisziplinärem Verständnis. Sie plädierten dafür, den Begriff Umwelt-Zahn-Technik klarer zu definieren und stärker im Bewusstsein von Patienten, Behandlern und Öffentlichkeit zu verankern.

Einen weiteren zentralen Schwerpunkt des Samstags bildete die Prophylaxe unter umweltmedizinischen Gesichtspunkten. Frau Dr. Liss von Gehr stellte ein Konzept der DEGUZ-Arbeitsgruppe Prophylaxe vor, das die orale Gesundheit in einen erweiterten systemischen Kontext einordnet. Dabei wurden Schleimhautbarriere, orales Mikrobiom, Speichel, Stoffwechselprozesse sowie systemische Entzündungsregulation als eng miteinander verknüpfte Faktoren betrachtet. Der Vortrag machte deutlich, dass Karies, Gingivitis und Parodontitis nicht ausschließlich als Folge unzureichender Mundhygiene verstanden werden können, sondern Ausdruck komplexer Dysbiosen und systemischer Einflüsse sind.

Besondere Aufmerksamkeit galt der kritischen Reflexion etablierter Prophylaxestrategien und der Entwicklung individualisierter Präventionskonzepte. Einflussfaktoren wie Ernährungsgewohnheiten, Mikronährstoffstatus, medikamentöse Belastungen, Atmung sowie die Auswahl geeigneter Pflegeprodukte wurden dabei ebenso berücksichtigt wie die Bedeutung qualifizierter Prophylaxefachkräfte und interdisziplinärer Zusammenarbeit. Ziel sei eine Prävention, die langfristige orale und systemische Gesundheit gleichermaßen fördert.

Mit Blick auf die fortschreitende Digitalisierung der Zahntechnik sprach Dr. Michael Tholey über die Möglichkeiten aber auch Risiken digitaler Prothetik zwischen Drucken und Fräsen. Während beide Verfahren zahlreiche technische Vorteile bieten, rückte er insbesondere Fragen der Nachhaltigkeit, Materialverarbeitung und Entsorgung von Polymer-Harzen und Kompositen in den Fokus. Der Vortrag beleuchtete praxisnah Chancen und Herausforderungen digitaler Herstellungsverfahren im Spannungsfeld zwischen Innovation, Umweltschutz, Patienten- und Arbeitssicherheit.

Abgerundet wurde das Vortragsprogramm durch Andrea Thiem mit einem Beitrag über die große Bedeutung der Mikronährstoffoptimierung auch in der Zahnarztpraxis. Hier passiert in 95% der Zahnarztpraxen noch viel zu wenig. Damit griff sie erneut einen Themenbereich auf, der bereits während der gesamten Tagung immer wieder sichtbar geworden war: die zunehmende Bedeutung systemischer Regulation, individueller Stoffwechselsituation und präventiver Gesundheitskonzepte innerhalb moderner Zahnmedizin.

Die 17. Jahrestagung der DEGUZ zeigte insgesamt eindrucksvoll, wie stark sich die Umweltzahnmedizin in Richtung einer integrativen, biologisch orientierten und interdisziplinären Medizin entwickelt. Immunologie, Knochenregeneration, Prävention, Materialverträglichkeit, Mikrobiomforschung und systemische Zusammenhänge bildeten dabei die wissenschaftliche Grundlage vieler Vorträge und Diskussionen. Gleichzeitig wurde deutlich, dass nachhaltige Zahnmedizin nicht nur technische Exzellenz, sondern auch ganzheitliches Denken, interprofessionelle Zusammenarbeit und patientenindividuelle Konzepte erfordert.

Der Vorstand der DEGUZ, namentlich Dr. Jens Tartsch, Dr. Mathias Prieser und Dr. Volker von Baehr bedankten sich am Ende bei allen Teilnehmern für Ihr Interesse und die konstruktive Diskussionsatmosphäre, bei allen Industriepartnern und bei allen, die vor und hinter den Kulissen an der Organisation dieser phantastischen Tagung beigetragen haben. Der Termin der nächsten Tagung steht schon. Es ist der 21.-22. Mai 2027. Der Kongressort wird noch bekannt gegeben.
 

DEGUZ Podcast „Silent Danger“
 

Ein positives Zeichen für die zunehmende öffentliche Sichtbarkeit der Umweltzahnmedizin setzte zudem der neu gestartete DEGUZ-Podcast „Silent Danger – wie Mundgesundheit unseren Körper beeinflusst“. Der Podcast ist ab sofort auf allen gängigen Plattformen wie Spotify, Apple Podcasts und Google Podcasts verfügbar. Moderiert wird das Format von Dr. Gundi Buchholz, Zahnärztin mit über 30 Jahren Erfahrung und langjähriger Expertise in der Umweltzahnmedizin, sowie der Journalistin und Wissenschaftsautorin Kerstin von der Linden. Gemeinsam gelingt es ihnen, wissenschaftliche Erkenntnisse rund um die moderne biologisch verträgliche Zahnmedizin verständlich, praxisnah und alltagsrelevant aufzubereiten und damit die komplexen Zusammenhänge zwischen Mundgesundheit und Allgemeingesundheit einem breiteren Publikum zugänglich zu machen.