Die Problematik der Belastung von Patienten mit Metallen nimmt vor allen in den höher entwickelten Industrienationen einen zunehmenden Stellenwert ein und wird im Zusammenhang mit der Zunahme chronisch entzündlicher Erkrankungen diskutiert. Neben der Metallaufnahme über die Nahrung und über dem Atmungstrakt zählen vor allem auch die medizinisch in den Körper eingebrachten Metalle zu den bedeutenden Schwermetall-Quellen für den menschlichen Organismus. Eine besondere Bedeutung hat dabei neben der Chirurgie auch die Zahnmedizin. Implantate, Prothesen, Füllungen, Kronen, Brücken und Zahnspangen stellen dauerhaft in den Körper eingebrachte metallische Reizfaktoren dar. Die Aufnahme über den Körperschmuck hat im Vergleich dazu geringere Bedeutung. Die Belastung nimmt mit zunehmendem Lebensalter stetig zu, da sich Metalle sehr fest in verschiedenen Körperzellen an Eiweiße binden und eine natürliche Ausscheidung daher kaum mehr stattfinden kann.
Autor
Dr. med. dent. Hiltrud Boeger
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