Leitung: Stefan Dietsche
Konstituierende Mitglieder:
Christof Borges, Anna-Patricia Hansel, Silvia Handrejk, Thomas Herdick, Gert Neuling, Jonas Pielczyk, Matthias Priester, Hendrik Schnoor
Abstract
In der modernen Zahnmedizin und Zahntechnik werden zahlreiche Kunststoffe eingesetzt. Diese Materialien finden in vielfältigen Anwendungen Verwendung am Patienten, angefangen bei Füllungen und Prothesen bis hin zu Kronen und kieferorthopädischen Geräten. Trotz der breiten Anwendung und der essenziellen Rolle dieser Kunststoffe in der Zahnheilkunde, fehlen oft umfassende Bewertungen dieser Materialien hinsichtlich ihrer toxikologischen, endokrinologischen und immunologischen Eigenschaften. Diese Lücke in der Bewertung ist besonders besorgniserregend angesichts der zunehmenden Häufigkeit chronisch-entzündlicher Erkrankungen und Sensibilisierungen in der Bevölkerung.
Die Herausforderung
Die Vielfalt der in der Zahnmedizin und Zahntechnik verwendeten Kunststoffe stellt Zahnärzte und Zahntechniker vor erhebliche Herausforderungen. Es ist praktisch unmöglich für den einzelnen Behandler, die gesundheitlichen Auswirkungen jedes einzelnen Materials umfassend zu bewerten. Zudem fehlen oft standardisierte Leitlinien oder systematische Bewertungen, die eine fundierte Entscheidungsfindung unterstützen könnten.
Ziel der Arbeitsgruppe Kunststoff
Angesichts dieser Herausforderungen hat sich die Arbeitsgruppe Kunststoff das Ziel gesetzt, Zahnärzte und Zahntechniker systematisch zu unterstützen. Die AG Kunststoff möchte:
1. Bewertung der Materialien:
Eine umfassende Bewertung der in der Zahnmedizin und Zahntechnik verwendeten Kunststoffe in den Kategorien Toxikologie, Endokrinologie und Immunologie als Datenbank bereitstellen. Diese Bewertung soll fundierte, wissenschaftlich basierte Informationen liefern, die Behandler bei der Auswahl der Materialien unterstützen.
2. Entwicklung biologisch-verträglicher Strategien:
Basierend auf den Bewertungen und aktuellen wissenschaftlichen Erkenntnissen, soll die AG Kunststoff Empfehlungen für biologisch-verträgliche Strategien in der Materialauswahl und Behandlungstechnik entwickeln. Ziel ist es, Materialien zu identifizieren und zu fördern, die das Risiko chronisch-entzündlicher Erkrankungen und Sensibilisierungen für den Patienten minimieren.
3. Wissensvermittlung und Unterstützung:
Die Arbeitsgruppe möchte eine systematische Unterstützung und Wissensvermittlung für Zahnärzte und Zahntechniker bieten. Dies umfasst die Bereitstellung von Informationsmaterialien, Datenbanken und Schulungen, die es den Behandlern ermöglichen, informierte Entscheidungen zu treffen und ihre Praxis auf eine biologisch-verträgliche Grundlage zu stellen.
Umsetzung und Perspektiven
Die Umsetzung dieser Ziele erfordert eine enge Zusammenarbeit zwischen Wissenschaftlern, klinischen Experten und der Dentalindustrie. Durch interdisziplinäre Forschungsprojekte und den Austausch von Fachwissen möchte die AG Kunststoff sicherstellen, dass die entwickelten Bewertungen und Empfehlungen praxisnah und wissenschaftlich fundiert sind.
Langfristig strebt die AG Kunststoff an, die gesundheitlichen Risiken durch den Einsatz von Kunststoffen in der Zahnmedizin zu minimieren und die allgemeine Gesundheit der Patienten zu verbessern. Durch die Bereitstellung einer systematischen Unterstützung soll es Zahnärzten und Zahntechnikern ermöglicht werden, ihre Praxis auf den neuesten wissenschaftlichen Erkenntnissen basierend zu optimieren und den steigenden Anforderungen an eine gesundheitlich unbedenkliche Behandlung gerecht zu werden.
Ziele
Der Arbeitskreis "Interdisziplinäre Umweltzahnmedizin" zielt insbesondere darauf ab, eine organisatorische Grundlage und Infrastruktur zu entwickeln, die eine effektive und effiziente Zusammenarbeit zwischen Zahnmedizin und weiteren relevanten medizinischen Fachdisziplinen ermöglicht. Dies soll insbesondere durch die Vernetzung von Fachwissen und Ressourcen erfolgen, um eine umfassende und ganzheitliche Behandlung der Patienten zu gewährleisten. Der Arbeitskreis schafft damit eine Plattform des interdisziplinären Wissensaustausches und der interprofessionellen Kooperation.
Dabei stehen die folgenden Zielsetzungen im Fokus unserer gemeinsamen Arbeit:
- Schaffung organisatorischer Strukturen und Netzwerke
- Etablierung einer Wissensplattform zum Abbau von Informationsasymmetrien
- Erarbeitung von patientenzentrierten Behandlungskonzepten durch interprofessionell Kommunikation
Meilensteine
Die Festlegung von Meilensteinen ist entscheidend für den Erfolg der Arbeitsgruppe, da sie klare Ziele und prüfbare Ergebnisse definiert. Diese Meilensteine dienen als Wegweiser, um sicherzustellen, dass alle Mitglieder auf gemeinsame, messbare und zeitlich definierte Ziele hinarbeiten.
- Konstitution der Arbeitsgruppe „Interdisziplinäre Umweltzahnmedizin“
in der Deutschen Gesellschaft für Umwelt-ZahnMedizin e. V. - Bedarfsanalyse und Erarbeitung belastbarer Organisationsstrukturen und Infrastruktur
- Identifizierung relevanter Facharztgruppen und Fachexpertinnen/Fachexperten
- Aufbau von Netzwerken und Formulierung interprofessioneller Behandlungsprotokolle
- Rollierende Publikationen und Öffentlichkeitsarbeit
- Beitrag zur politischen Meinungsbildung und der Erarbeitung interdisziplinärer Leitlinien
- Teilnahme
Die Arbeitsgruppe „Interdisziplinäre Umweltzahnmedizin“ lädt Sie herzlich ein, sich inhaltlich zu beteiligen und mitzuwirken. Diese Initiative bietet eine einzigartige Gelegenheit, an der Schnittstelle zwischen Zahnmedizin und anderen medizinischen Fachrichtungen zu arbeiten, um komplexe Gesundheitsprobleme besser zu verstehen und zu behandeln. Ihre Expertise ist wertvoll, um multidisziplinäre Behandlungsstrategien zu entwickeln und die dazu notwendige Infrastruktur aufzubauen. Gemeinsam können wir einen bedeutenden Beitrag zur Förderung der interdisziplinären Arbeit und zum interprofessionellen Austausch leisten.
Kontaktdaten
Stefan Dietsche
Mobil: +491735429989
Mail: dietsche@icloud.com