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DEGUZ Newsletter Ausgabe Nr. 12, Herbst 2020

Liebe Mitglieder,
liebe Kolleginnen und Kollegen,

heute lesen Sie den DEGUZ-Newsletter mit folgenden Themen:

Autor: Lutz Höhne

Liebe Kollegen,

erstmalig wird unser postcurriculäres Wochenende im Januar stattfinden. Wir hatten  es verlegt, um nicht wie in früheren  Jahren mit  vielen Fortbildungsveranstaltungen und Kongresse zu kollidieren, die traditionell im Herbst stattfinden. Nun  planen wir unser 11. Treffen, jetzt aber mit der Unsicherheit, das Wochenende doch  online durchführen zu müssen – aber die Hoffnung stirbt zuletzt: der kollegiale Austausch ist extrem wichtig.

Ein wichtiges Thema wird die Diskussion  um die Endodontie sein. Hier werden wir  aktuellen  Zahlen zu 10 Jahren (?) Testerfahrung zu  Merc / Thio. Hören. Wir müssen diese Erfahrungen neu bewerten und daraus neue Empfehlungen entwickeln. Wir alle wissen, dass die seit Jahrzehnten wiederholten Plattitüden von erfolgreicher Endodontie, („schönes“ zweidimensionales Röntgenbild , Schmerzfreiheit )  zu wenig aussagekräftig sind für eine   medizinische Heilbehandlung.  Sie alle konnten Ihren Blick schärfen mit immunologischen und genetischen Testverfahren. Deswegen laden wir Sie alle ein, mit uns zu einer Neubewertung zu kommen.

Natürlich werden  auch genügend Kasuistiken dabei sein – auch hier seid Ihr wie jedes Jahr gefragt, eigene Fälle  zu präsentieren. Es gibt  viel Platz für Diskussionen und schon vorbestellt – unsere Gänse. Wir haben  alle Vortragsräume in Grünau , müssen aber je nach  Gefährdungslage die Teilnehmerzahl begrenzen. Insofern empfiehlt es sich, die Anmeldung frühzeitig zu schicken: der Einlass erfolgt nach Eingang der Anmeldungen.

Programm zum postcurriculärem Wochenende

Autor: Zahntechnik Norbert Wichnalek

Das Wort Hygiene kommt aus dem Griechischen und bedeutet „der Gesundheit dienend“. Laut Definition durch die Gesundheitsberichterstattung des Bundes bedeutet Hygiene im weitesten Sinne, die Gesamtheit aller Bestrebungen und Maßnahmen zur Verhütung von Krankheiten und Gesundheitsschäden. Diese reichen von Infektionsschutz über Lebensmittelschutz, Arbeitsschutz, Abfallverordnung bis hin zur Psychohygiene. Hygiene hat in der heutigen Zeit einen neuen Stellenwert bekommen und muss insbesondere in der Zahntechnik neu definiert und erweitert werden. Selbst in der Hygienevorschrift/ Anleitung/Empfehlung der für Zahntechnik zuständigen Berufsgenossenschaft ETEM (Energie Textil Elektro Medienerzeugnisse) sind so manche Aussagen nicht präzise, wie beispielsweise bezüglich der Desinfektionseinrichtungen oder anderen geeigneten Verfahren. Arbor Saraci, Lukas Wichnalek und Norbert Wichnalek haben sich dieses Themas bereits vor sechs Jahren angenommen und sich intensiv damit auseinandergesetzt. Herausgekommen ist ein ausgeklügeltes Hygiene-Konzept, das seinesgleichen sucht.

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Autor: Zahntechnik Norbert Wichnalek

Interview: So rein wie Implantate!

Das Jahr 2020 beginnt zunächst wie jedes andere Jahr – bis in China ein zoonotisches Virus von Fledermäusen auf Menschen übergeht und so rasch die Welt erobert, dass zunächst einmal alles stillsteht. Nicht nur die zwischenmenschlichen Kontakte werden eingeschränkt, auch die Weltwirtschaft kommt zum Erliegen. Alles bleibt stehen und alles kämpft gegen etwas an, das man nicht sehen kann. Covid-19 regiert alles menschliche Handeln. Das Erschreckende ist, dass wir alle dachten: Hygiene können wir! Doch auf einmal werden erneut Grenzen aufgezeigt. Grund genug, einmal das eigene Hygienekonzept neu zu überdenken. Arbor Saraci, Lukas Wichnalek und Norbert Wichnalek aus Augsburg haben im Labor bereits vor Jahren ein ganz eigenes Hygiene-Konzept entwickelt und etabliert. Sie setzen komplett auf die Desinfektion via Plasma. Wie das funktioniert, erklären die drei in diesem Interview.

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Kein Amalgam mehr für Patienten mit neurologischen Erkrankungen und Frauen mit Kinderwunsch

Autor: Florian Schulze, IG Umwelt Zahn Medizin

24. September 2020. Die US-Behörde für Lebens- und Arzneimittel (FDA) hat eine neue Leitlinie zur Verwendung von Amalgamfüllungen herausgegeben. Die FDA empfiehlt unter anderem für Patienten mit neurologischen Erkrankungen wie Multipler Sklerose, Alzheimer und Parkinson sowie Patienten mit Nierenschäden und Frauen mit Kinderwunsch keine Amalgam-Füllungen mehr zu verwenden. 

Amalgamfüllungen bestehen zu 50% aus reinem Quecksilber und einer pulverförmigen Legierung aus Silber, Zinn und Kupfer und werden in den USA oft irreführenderweise „Silber-Füllungen“ genannt. Aus den Füllungen werden mit der Zeit kleine Mengen Quecksilberdampf freigesetzt. "Während geringe eingeatmete Mengen für die meisten Menschen im Allgemeinen nicht schädlich sind, kann dies für anfällige Personen ein erhöhtes Gesundheitsrisiko bergen. Wie viel Dampf freigesetzt wird, kann dabei vom Alter der Füllung sowie von Gewohnheiten wie Zähneknirschen abhängen.“ so Dr. Jeffrey E. Shuren, Office Director der FDA. "Die Quecksilberdampffreisetzung aus den Füllungen kann beim Legen ode Entfernen am höchsten sein“. Die FDA empfiehlt daher, bestehenden Amalgamfüllungen nicht zu ersetzen, wenn sie in gutem Zustand sind, es sei denn, dies ist medizinisch notwendig. 

Vorsorglich wird in den USA die Verwendung von quecksilberfreien Alternativen wie z.B. Komposit- oder Glasionomerzementfüllungen für folgende Risikogruppe empfohlen: Kinder, insbesondere unter 6 Jahren, schwangere und stillende Frauen, Frauen mit Kinderwunsch, Patienten mit neurologischen Erkrankungen, wie zum Beispiel Multipler Sklerose, Alzheimer oder Parkinson, Patienten mit eingeschränkter Nierenfunktion und Personen mit Allergien gegenüber Quecksilber oder anderen Bestandteilen von Amalgam.

Damit gehen die Empfehlungen der FDA mit der Ausdehnung der Risikogruppe deutlich über die Empfehlungen des Robert Koch Instituts hinaus. 

In Europa ist die Verwendung von Amalgamfüllungen seit dem 1. Juli 2018 für Kinder bis 15 Jahre, schwangere und stillende Frauen verboten und die Europäische Kommission hat kürzlich geprüft, ob man auch generell auf Amalgam (vorzugsweise bis 2030) verzichten kann. Am 17. August hat die Kommission erklärt dass ein Ausstieg sowohl technisch als auch wirtschaftlich machbar ist und für 2022 einen Gesetzgebungsvorschlag angekündigt.

In Deutschland gibt es bislang noch keine Einigung auf eine quecksilberfreie Zukunft in der Zahnmedizin. Das Umweltministerium hat immerhin angekündigt, dass sie den bestehenden Plan zur Verringerung der Verwendung von Amalgam jährlich prüfen wird. „Zahlreiche Europäische Länder arbeiten bereits daran, alternative Füllungen als Standardmaterial für Versicherte der gesetzlichen Krankenkassen einzuführen. Es wird höchste Zeit auch in Deutschland auf quecksilberfreie Alternativen umzusteigen und besonders anfällige Personen zu schützen“ so Florian Schulze, Geschäftsführer der Interessengemeinschaft für Umwelt-Zahnmedizin und Projektleiter des European Centers for Environmental Medicine.

Pressemitteilung der FDA

Bericht der Kommission an den Rat und das Parlament

Autor: Dr. Dr. (PhD) Johann Lechner

Messung der Knochendichte im Kiefer


Autor: Dr. Dr. (PhD) Johann Lechner

Prinzipienorientierte Zahnmedizin - Das Prinzip von Mustererkennung und Systemvernetzung als ganzheitliches Praxismodell

Untrennbar mit dem Begriff und der Geschichte der Ganzheitlichen Zahnheilkunde ist die Suche und die Entfernung von Störfeldern im Zahn- und Kieferbereich verbunden. Was ist unter einem Störfeld zu verstehen? Dafür braucht es die Reflexion einiger Begriffe aus Kybernetik, Regulationsmedizin und systemischer Medizin. Der zweite Teil umfasst neuartige praktische Methoden und Werkzeuge, um diese Theorie schnell und sicher von ganzheitlich tätigen Therapeuten umzusetzen.

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Autor: Lutz Höhne

Leider hat das Bundesamt für Umwelt, Sicherheit und Strahlenschutz mit Datum vom 1.10.2020 verfügt, daß auch in Zukunft keine Verpflichtung besteht, DVT im Dicom Format an Kollegen weiterzugeben. Folge ist ein unübersehbarer Wildwuchs verschiedenster Viewer, die jedes Mal viel Zeit zum Einarbeiten benötigen. Systematisiertes Durcharbeiten dreidimensionaler Aufnahmen ist unmöglich. Insofern werden eher neue Aufnahmen in Auftrag gegeben. Strahlenschutz wird konterkariert. Siehe auch ZM 15-16,2020

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22./23.01.2021 | Berlin
Praxisworkshop | Postcurriculäres Wochenende UZM/UZT
Programm und Anmeldung


27.02.2021 | Online-Kongress
11. Norddeutsches Symposium für klinische Umweltmedizin 
Programmflyer | Anmeldung


07./08.05.2021 | Leipzig 
12. Jahrestagung der DEGUZ
Programm und Anmeldung


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